Remscheid – Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen

Es gibt in Remscheid Sehenswürdigkeiten. Diese sehenswürdigen Wahrzeichen zeigen, was in Remscheid wahr ist.

Remscheid ist eher eine Stadt für Reiche. Diese bestimmen diese Stadt fast total.

Reiche können sich Autos leisten. Arme müssen meistens Bus fahren.

Deshalb hat diese Stadt drei Autobahnauffahrten aber keinen vernünftigen öffentlichen Personennahverkehr und schon gar keinen Fernverkehr mit der Bahn.

Aber es gibt in Remscheid auch Wahrzeichen.

Diese zeigen, was in Remscheid „wahr“ ist und wahr war.

Besondere Wahrzeichen sind die Kneifzange, der Nazilöwe und der Elendsturm. Sie symbolisieren die vorhandenen Verhältnisse.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Kneifzange zeigt eine Tradition dieser Stadt mit ihrer Werkzeugindustrie. Diese ist heute weitgehend verlagert. Daher symbolisiert die Kneifzange aktuell eher eine Stadt, die man nur mit der Kneifzange anpacken sollte. Ein Blick auf die Situation im öffentlichen Raum zeigt, daß dies auch real stimmt. Hier gibt es den wahrscheinlich ersten begehbaren Aschenbecher Deutschlands. Der Boden ist hier im Bereich des Bahnhofs z.B. so kontaminiert durch Zigarettenkippen, daß eine Müllhalde vermutet werden könnte. Blickt man von Solingen, dann sieht man übrigens, daß ein Teil des Remscheider Stadtkegels eine pure Müllhalde ist. Remscheid ist die Müllstadt auf dem Berge.

 

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Der Nazilöwe zeigt wie in Remscheid mit der Geschichte umgegangen wird. Das Stadtmarketing benutzt ein Symbol für Judenvernichtung, Krieg gegen andere Völker, Rassenwahn und vieles mehr, um auf der Grundlage dieses Symbols an zentralen Kreuzungen der Stadt Löwen aufzustellen. Es ist wahr, daß Remscheid eine Nazistadt war, weil viele Deutsche Nazis waren. Und es ist ein echtes „Wahr“-zeichen, das zeigt, wie damit in Remscheid in der Verwaltung und in der politischen Klasse umgegangen wird.

Gottseidank wird dem gerade im sozialen Stadtbild etwas entgegengesetzt. So sieht man immer mehr Kopftücher, die dem Rassenwahn der Nazis entgegenleben und symbolisieren, daß andere Völker und Kulturen aufholen und sich hier ausbreiten.

 

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Und dann der Elendsturm. Direkt am Bahnhof und der Hauptkreuzung der Stadt symbolisiert dieser Turm wie früher der Schuldenturm, wer hier herrscht und wer hier bluten muß. In diesem Turm wird die Verarmungsregel von Hartz 4 umgesetzt und es wird umverteilt. Das absolute Machtsymbol für eine Gesellschaft, für die fleissige Menschen die Dummen sind und Arbeitslosigkeit als Stigma statt als Folge falscher Gesetze gedeutet wird. Die Reichen züchten sich ihr eigenes Prekariat und vernichten den Gemeinsinn und die Demokratie könnte man denken, wenn man dies historisch einordnet.

Remscheid hat was und das kann man gut besichtigen. Fotografisch kann man dieser Stadt so schnell einen Rahmen geben, der die Wirklichkeit in Geschichte und Gegenwart auf den Punkt bringt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.