Remscheid 2017 – Mein Jahresfoto

Foto Mahlke

Es handelt sich bei diesem Foto um mein Jahresfoto zum Thema Remscheid.

Rot steht hier für die rote Laterne, die Remscheid trägt und die symbolisch als Farbe nun schon den Großteil des Bildes einnimmt. Als ich den Artikel über die rote Laterne schrieb hatten wir November 2014.

Nun sind wir im Mai 2017 und alles ist noch schlimmer. Die Rheinische Post hat aktuell Daten publiziert, die in den nächsten Jahren zudem einen dramatischen Rückgang von Industriearbeitsplätzen hier im Bergischen Land erwarten lassen.

Da helfen auch die ganzen Propagandameldungen und Änderungen an den Statistiken nicht weiter.

Wahr ist, daß man in Österreich für ca. 2 Prozent mehr in der Rentenversicherung ca. 100 Prozent mehr Rente erhält: wer 35 Jahre eingezahlt hat, erhält in Deutschland im stat. Schnitt ca. 1000 Euro brutto und in Österreich ca. 2000 Euro brutto – ohne private Vorsorge. So viel zur Statistik.

Wenn Politiker den Menschen hier wenigstens etwas als Chance geben würden, dann wäre es mehr Mobilität durch mehr Züge nach Düsseldorf und Köln, mehr Verbindungen nach Wuppertal und vor allem günstigere Ticketpreise für alle, damit man mobil ist in diesem Großraum und nicht schon wegen des fehlenden Geldes hängenbleibt.

Von Remscheid nach Wuppertal müßte alles Wabe A1 sein, weil in Remscheid ohne den Service von Wuppertal bis zu den Ämtern gar niemand mehr leben kann. Und auch Tickets ab 9 sind völlig daneben. Dies abgeschafft und klug ersetzt für alle, wäre zumindest eine Chance, die Mobilität der Menschen zu erhöhen und damit ihre Chancen selbständig vielleicht was zu finden statt hier mobil gefesselt zu sein, weil die Preise zu hoch sind. Für 49 Euro pro Monat ein Wupperticket für jeden und für alle Städte hier rund um die Uhr und vieles wäre viel einfacher.

Damit zurück zu den visuellen Aussagen in diesem Foto.

Was ist in dieser roten Farbe eingebettet?

Richtig, das Jobcenter als neues Symbol für Remscheid. Die Zukunft für immer mehr Menschen ist in Remscheid das Jobcenter mit seinem modernen Schuldenturm für die, die arbeitslos wurden.

Das ist die neue Wirklichkeit, die hier genau so auch sichtbar wird.

Am Mülleimer  thematisiere ich Remscheid als die Müllstadt auf dem Berge mit der Müllausstellung zur Mülltrennung.

Die Aufkleber zeigen, daß bis zu den Linken dieses Thema keine Rolle spielt sondern das eher zugeklebt wird. Auf dem Mülleimer steht ziemlich unten „Remscheid wird strahlen.“

Das Gesamtbild des Fotos soll die Sauberkeit der Stadt zeigen, die ich als schmuddelig empfinde und damit bin ich nicht allein.

Es ist zwar auf dem Bild oberflächlich „sauber“ aber real ja nicht.

Im Foto an sich dominiert die rote Farbe als visuelles Symbol für die schon aufgeführten Tatsachen.

(Ab hier könnte man noch viel mehr sagen über rot und die Roten und ihre Politik, blau und schwarz im Mülleimer und das Fehlen der Farbe grün als Symbol für Bäume. Aber das überlasse ich der eigenen politischen Phantasie.)

In seiner Einfachheit drückt dieses Foto für mich den sozialen Zustand von Remscheid als sozialem Ort aus.

Deshalb ist dies mein Jahresfoto 2017.

Ich weiß, es ist nicht besonders positiv aber eigentlich soll es aufrütteln, weil ich nicht verstehe, wieso die Politiker vor Ort bei dieser dramatischen Situation, die sich durch das DOC nicht entspannt, nicht wenigstens den Mobilitätsfaktor für alle – auch alle Ärmeren – stärken.

Damit ist von mir für 2017 visuell alles gesagt.

Ob ich noch mehr zu sagen haben, visuell oder textlich, weiß ich noch nicht.

Vielleicht ist Schweigen besser, weil das Reden und Zeigen bisher nichts bewirkt hat.

Mal sehen …

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