Nur das Wort „Ordner“ war deutsch

Mit Demos kenne ich mich aus. Heute  erlebte ich das erste Mal eine Demo, bei der niemand der Deutschen um mich herum wußte, worum es ging. Ansprechpartner gab es nicht, Flugblätter wurden nicht verteilt, aber mehr Polizei war da als ich jemals auf einer Demo in Remscheid gesehen hatte. Die Polizei hatte die Lage fest im Griff. No go war hier überhaupt nicht. Gesprochen wurde ausländisch, vielleicht türkisch.

Nur das Wort „Ordner“ war deutsch.

Foto: Michael Mahlke

Aber es war schon interessant eine Demonstration zu erleben, die offenkundig Adressaten hatte, die gar nicht vor Ort waren.

So war für mich die ganze Aktion ein farbenfrohes Fest visueller Kommunikation, dessen tieferer Sinn sich mir nicht erschloß.

Kurden Demonstration in Remscheid – Foto: Michael Mahlke

Ein bißchen wenig für Öffentlichkeitsarbeit.

Nun erzählen diese Fotos und das kleine Video mit satten Farben und ohne viele Worte, was im öffentlichen Raum auf der Demo geschah.

Die Welt ist bunt.
Öcalan in Remscheid - Demo

 

Nachtrag:

Dankenswerterweise habe ich einen Hinweis auf einen Artikel in englischer Sprache erhalten, der mehr informiert.

Es war nach diesem Artikel die kurdische Jugend, die auf die Inhaftierung von Abdullah Öcalan aufmerksam machen wollte.  Die Gruppe wurde auf ihrem Demonstrationsweg von einer Gruppe „Turkish Fascists“ (laut rga „Graue Wölfe“) angegriffen. Für einige scheint Öcalan ein Held zu sein, für andere ein Terrorist. Da gibt es offenkundig tiefste Verletzungen und Schmerzen auf beiden Seiten.

Ich kenne mich mit diesen nichtdeutschen Gruppen nicht aus. Am besten informiert daher wahrscheinlich der Polizeibericht.

Es blieb leider nicht so friedlich wie hier an der Unterführung.

 

 

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