Auch Deutsche haben Rechte – Pro-Deutschland Demo in Remscheid

Beim Schwimmunterricht in Remscheider Schulen dürfen die Mädchen keine Bikinis mehr tragen aus Rücksicht auf Muslime. Das wurde in der Stadt Remscheid angeordnet berichteten empörte Eltern dem Ratsmitglied Pohl.

Haben Sie das gewußt?

Ich auch nicht.

PRO-Deutschland-Ratsmitglied Thorsten Pohl erzählte dies in seiner Rede (hier ein Link auf youtube). Es wurde laut seinen Angaben von ihm in der letzten Ratssitzung zum Thema einer Anfrage gemacht und es wurde von der Verwaltung nicht bestritten nach dem Motto nicht wissen macht nichts (aber klicken, laden und lesen Sie selbst.). (Die Unterlagen wurden erst Tage nach dieser Veranstaltung von der Stadt online einsehbar gemacht, so daß der Text hier nun verändert wurde, um den direkten Zusammenhang zu zeigen.)

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Da kommt man schon ins Grübeln.

Wieso schreiben da nicht RGA und RP drüber? Wieso berichtet darüber nicht der WDR? Wieso wird da nicht von der Presse nachgehakt, um abzuklären, ob das so stimmt oder nicht? Die Verwaltung hat in ihrer Antwort darauf verwiesen, sie wisse von nichts, das würde jede Schule für sich entscheiden. Das ist doch keine Antwort. Da wäre doch zumindest eine Umfrage bei allen Schulen erforderlich gewesen, das geht doch sonst auch.

Das ist doch ein heißes Thema – oder etwa nicht?

Das sind die Fragen, die zumindest mich dann bewegten, daran zu denken, warum einige meinen, das Wort „Lügenpresse“ hätte seine Berechtigung.

Der Auftrag der Presse dient dazu, alle für die Urteilsbildung relevanten Tatsachen in der Berichterstattung zu nennen.

Das alles habe ich bisher nirgendwo gelesen. Heute waren Redakteure ja vor Ort und standen neben mir auf der Kundgebung. Vielleicht kommt da noch was.

Der WDR kam sozusagen in der Halbzeit der Veranstaltung (als die Rede schon fast bvorbei war), angeführt von der Pressesprecherin der Polizei und filmte dann etwas den weiteren Verlauf.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Ich war eine Stunde da und dabei fiel mir auf, daß die sachlichen Ausführungen von Herrn Pohl immer wieder mit den schlimmsten Beleidigungen von Passanten unterbrochen wurden.

In der Zeit, in der ich dabei war, fiel von seiner Seite kein unsachliches Wort, dafür wurde er aber aufs Schlimmste beschimpft.

Hmmm …

Die Polizei gab den Besuchern heute hier die Sicherheit, die wir sonst immer öfter vermissen.

Thorsten Pohl von Pro-Deutschland hat nach meinem Eindruck nur Fakten aufgezählt aus dem Stadtrat und wie die Verwaltung in Remscheid schwerpunktmäßig fast nur noch für Flüchtlinge arbeitet. Das war schon interessant.

Übrigens kann man die Rede nun hier auf Video sehen

Und es war eben nicht so, daß niemand zuhörte oder nur „Rechte.“ Was ist heute überhaupt „rechts“ nach Hartz4 gegen das deutsche Volk von links und grün und die Grenzöffnung von rechts?

Politisch waren rechts und links normale Bezeichnungen für Sitzordnungen und Zuordnungen von Inhalten.

Heute ist das anders, heute wird sehr gerne rechts mit Nazis vermischt.

Nazis sind Menschen, die für Hitler und den Nationalsozialismus und die Ermordung von Menschen wegen ihrer Rasse sind. Das ist nicht zu billigen.

Sind Rechte Nazis?

Die Gewissheiten „zerbröseln“ wenn es konkret wird.

Denn es wird schwammig, weil Altersrassismus  z.B. staatliche Politik in Deutschland ist.

Ich wäre also vorsichtig bei der Zuordnung.

Nun denn, Ich traf Familienväter mit kleinen Kindern, sehr viele junge und ältere Frauen und erstaunlich viele Christen, die ich aus Kirchenbesuchen kannte. Was man so ansprach habe ich hier einmal skizziert.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Direkt hinter dem Stand von Pro-Deutschland standen abgeschirmt von der Polizei Menschen, die die bedingungslose Aufnahme aller Flüchtlinge und die staatliche Versorgung wollten und ca. 50m davon entfernt waren die Demonstranten der Remscheider Asylindustrie vereint aufzufinden. Diese sind ja weitgehend deckungsgleich mit den meisten Parteien und der Sozialarbeit in dieser Stadt.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Veranstaltung heute habe ich dokumentiert, weil sie historischen Charakter hat.

Sie symbolisiert, daß Deutschland vor der Zerreißprobe steht und dies bis in die kleinsten Städte reicht.

Man kann nicht den Deutschen und den früheren Migranten erklären, daß sie nach einem Jahr Arbeitslosigkeit alle ihre Ersparnisse aufbrauchen müssen bevor sie materiell überhaupt so viel erhalten wie Asylbewerber, die hier noch nie gearbeitet haben und dann glauben, es wird alles gut. Da gibt es bessere Vorschläge.

Der Riss hat Verursacher und die sitzen bis heute in der Regierung. Und nun kümmern sie sich um Flüchtlinge auf Kosten der Menschen, die hier gearbeitet haben und Staatsbürger sind. Dabei wäre es sehr einfach, den sozialen Sprengstoff zu entschärfen.

Da Remscheid aktuell keine starke AFD hat, die die Richtung von Frauke Petry vertritt, ist offenkundig Pro-Deutschland zu einem Sprachrohr der berechtigen Interessen der Remscheider geworden, die dies sehen.

Ein anderer Redner wies noch darauf hin, daß Thilo Sarrazin vorgerechnet hat, wie die jungen erwachsenen Deutschen bis Anfang 30, die den Kernbestand unserer bevölkerungspolitischen Zukunft ausmachen, durch die ungezügelte Einwanderung von jungen Männern aus arabischen Ländern bevölkerungspolitisch überrollt werden, so daß in den nächsten zehn Jahren unumkehrbar mehr Muslime als Christen und Deutsche hier erzeugt werden und aufwachsen. Dies kann man hier nachlesen.

Der politische Kampf um die Zukunft Deutschlands als Land der Deutschen ist eröffnet und in Remscheid angekommen. Ich vermute die nächsten Jahre werden Jahre der Entscheidung und politisch spannend.

Noch ein paar persönliche Anmerkungen:

Zu Beginn wurde das Bergische Heimatlied gespielt. Auffallend war wie wenige den Text konnten. Da empfehle ich den Eintritt in einen der hiesigen Chöre. Aber die meiste Kritik wurde über das Transparent geäußert. Denn viele verstanden nicht, was dort stand.

Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Rape bedeutet Vergewaltigung auf Englisch. Die Frage lautete wieso man kein Plakat mit einem deutschen Text macht?

Und die ist wohl berechtigt.

Nachtrag:

Wie groß der Riss und die Sprachlosigkeit selbst bei Journalisten ist, zeigt sehr klar der Artikel aus der Rheinischen Post. Dort wird nur über die Gegendemo geschrieben und es werden auch nur Fotos von dort gezeigt. Allerdings ist schon bemerkenswert, wie fragwürdig formuliert wird: „Während die rechtspopulistische Partei unterhalb des Allee-Center-Brunnens ihre Parolen mittels Megafon über die Straße schickte, ..“ Da wäre ja zu fragen, wieso bei einer Demo kein Megafon eingesetzt werden soll? Das ist mir neu. Übrigens waren es Lautsprecher.

Fragwürdig bedeutet, man muß nachfragen. Dann frage ich doch mal für mich wieso Willkommenskultur mit unkontrollierter Einwanderung gleichgesetzt wird und der materiellen Gleichsetzung von Asylanten und Inländern.

Herr Pohl berichtete zunächst aus dem Stadtrat. Das waren keine Parolen wie jeder selbst auf youtube sehen und hören kann.

Der rga ist anders vorgegangen, rein deskriptiv ohne Inhalte, und hat sogar Fotos von allen Beteiligten reingesetzt, aber so daß Pro Deutschland als Häuflein erscheint und renitent. Das youtube Video gibt da besser die Situation wieder. Und die vielen, mit denen ich gesprochen habe, waren keine Anhänger von Pro-Deutschland sondern aus den Stadtteilen bewußt dorthin geeilt oder stehengeblieben, alles echte Bürgerinnen und Bürger mit eigener Meinung und dem Willen zuzuhören, um sich eine neue Meinung zu bilden, weil sie beunruhigt sind. Allerdings habe ich nur 15 Personen gefragt, die so neugierig waren wie ich selbst.

Über das Bikiniverbot hat keine Zeitung geschrieben – aber auch nicht, daß es nicht stimmen würde(!).

So dokumentiert sich auch hier der Journalismus selbst und die sozialen Medien ermöglichen ein Urteil auf der Grundlage eigener Erkenntnisse.

Es kommen schwierige Zeiten und wir sind mittendrin.

Na dann!

Text 1.6

Hinweis am 2.3.16: Nach dem Artikel und den teilweise heftigen Reaktionen habe ich versucht, die später erschienenen Informationen aus den Tagen danach zu ergänzen. Dadurch wurde die Stringenz des Textes aber immer holpriger. Daher habe ich nun die Dinge soweit eingearbeitet daß alle später erschienenen Informationen direkt im Text erscheinen oder direkt auf sie verlinkt wird.  Die Kommentare lasse ich ebenfalls stehen, weil sie wiedergeben, was drumherum so geschah und in der Luft lag. Ich denke, daß sie ziemlich gut die Bandbreite dokumentieren. Insgesamt war es ja so, daß nach dem Ereignis erst langsam in den darauffolgenden Tagen die Informationen zusammenkamen, die das Bild abrundeten. Insofern halte ich diese Art der Darstellung aus einem Guss für besser als Nachtrag auf Nachtrag hinzuzufügen, damit dies alles so beurteilt werden kann wie es war: ein Blick auf den Zeitgeist und das  politische Klima in Deutschland dort, wo mittendrin ist. Meine Dokumentation dieses Ereignisses ist damit fotografisch und textlich abgeschlossen.

 

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8 comments on “Auch Deutsche haben Rechte – Pro-Deutschland Demo in Remscheid
  1. Haben Sie Beweise für die Sache mit den Bikinis? Haben Sie das Gegenrecherchiert? Welche Quelle wurde angeführt? Hat die Stadt das bestätigt? Wenn nicht, dann willkommen in der Welt der „Lügenpresse“!

    • Lieber Frank, sie sind der Einzige, den ich freischalte obwohl er wissentlich eine falsche Emailadresse angegeben hat (test@test.de). Sie sollten doch über den Mut verfügen, ihre Identität zu zeigen, sonst ist ja ihre Aussage nichts wert, immerhin treten Sie mit starken Worten auf.

      Übrigens kann ich nicht Teil der „Lügenpresse“ sein. Mir haben die Journalistenverbände bisher einen Presseausweis ebenso verweigert wie staatliche Behörden die Aufnahme in Informationsverteiler, weil ich aus ihrer Sicht eben nicht Teil des Systems bin, das dafür bezahlt wird. Ob das vor Gericht Bestand hätte, ist allerdings zunehmend strittig. Ich dokumentiere Dinge, die im öffentlichen Raum geschehen, fotografisch und textlich.

      Sie sprechen von Gegenrecherche. Fotoreporter machen keine Gegenrecherche sondern dokumentieren das Geschehen und Dokumentarfotografen fotografieren anders als Fotoreporter.

      Die Gegenrecherche ist Aufgabe von Personen mit erweiterten Rechten, also Aufgabe von Journalisten, die dafür mit Presseausweis und erweiterten Rechten und Schutzrechten ausgestattet bezahlt tätig werden, einen Auskunftsanspruch haben und sich trauen.

      Das ist jenseits des öffentlichen Raumes und der dokumentierten Situation. Da fragen Sie doch am besten einmal bei denen nach, die so ausgestattet sind und dies können (Anmerkung: inwiefern durch diese Selektion des Staates die öffentliche Meinung unabhängige Berichterstattung ermöglicht ist eine andere Frage)

      Ich war hier als Chronist/Dokumentarfotograf und dokumentierender Publizist tätig, um Geschehen festzuhalten und dokumentiere solche Ereignisse, wenn sie mir wichtig oder symbolträchtig erscheinen. Ich setze natürlich mit der Dokumentation von Ereignissen und Themen Marker, soziale, historische und politische so wie andere durch das bewußte Ignorieren der Wirklichkeit auch markieren, was sie ignorieren. Und da ich mich öfter auf unbeachtete Realität fokussiere, hat manches hohe Relevanz wie man hier sehr gut sieht.

      Wenn man sich überlegt, daß ich nur Dinge im öffentlichen Raum visuell so dokumentiert habe wie sie aus meiner Sicht zwischen Zuschauermodus und kritischem Fotojournalismus sind, dann zeigt sich wie „heiss“ genau das oft ist aus Interessen jenseits des Geschehens. Sie können sich selbst ein Bild machen.

  2. Was gibt es immer noch Pappnasen, die dagegen demonstrieren, finden die das Bikiniverbot gut?? Sch

  3. Der Artikel wurde laut statify in drei Tagen ca. 10.000 mal aufgerufen (exakt am 28./29.2+1.3. 12578 mal, am 2.3. kamen noch mal ca. 5000 hinzu). Was bedeutet das? Die Wupperseiten sind ein Blog mit Fotoreportagen und Magazincharakter und nicht kommerziell. Es geht um regionale Dokumentarfotografie und Geschichten aus der Lebenswirklichkeit. Mehr als zehntausend Aufrufe in drei Tagen sind ungewöhnlich und sprechen eine eigene Sprache. Soweit ich das im Rahmen meiner statistischen Möglichkeiten ohne Google beurteilen kann, kommen die Aufrufe aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

    Ich habe zwar beim Projekt Fotomonat.de pro Monat einzelne Artikel, die doppelt so viele Aufrufe und Leser haben, aber das bezieht sich dann auf einen Monat und da geht es um Themen zur Dokumentarfotografie und Fotografie siehe z.B. http://www.dokumentarfotografie.com/2016/02/28/fotografieren-auf-demonstrationen-im-zeitalter-von-facebook-und-twitter-jeder-ist-ein-fotograf/

    Das hier hat eine andere Qualität. Vielleicht sind diese Informationen von Interesse als Blick hinter die Kulisse.

  4. Ich habe das Kommentarforum hier nun geschlossen, weil alle neuen Kommentare nur anonym ohne Klarnamen sind. Wer sich nicht traut, seinen Namen zu nennen braucht auch nicht kommentieren und alles bezweifeln.

    Aber es ist schon faszinierend, was ich bei dieser Reportage erlebt habe und dies immer anonym. Erst wurde ich beschimpft, dann wurde bezweifelt, daß Pro Deutschland dies gesagt hat bis ich das Video verlinkt habe, dann wurde bezweifelt, daß Pro Deutschland diese Anfrage gestellt hat bis die Vorlage im Ratssystem öffentlich wurde, dann wurde bezweifelt, daß sich wirklich Eltern an Pro Deutschland gewandt haben und ich(!) wurde aufgefordert, dies zu beweisen. Ich bin weder politisch tätig, noch Journalist, ich dokumentiere und habe ein Ereignis fotografiert und wiedergegeben, was dort geschah.

    Aber jetzt schreibe ich mal etwas Politisches.

    Die Fraktion von Pro Deutschland hat sich völlig korrekt verhalten. Es gab Anfragen von Eltern, daraufhin wurde eine Anfrage gestellt und die Antwort der Verwaltung ist so nichtssagend, daß sie geradezu einlädt Verdacht zu schöpfen. Denn es wäre nichts leichter gewesen als schriftlich mitzuteilen, daß es solche Anordnungen nicht gibt. Es wäre doch das Mindeste einer verantwortungsvollen Verwaltung gewesen, daß sie in ihrer Antwort auf dieses Schreiben von Pro Deutschland alle Zweifel ausräumt und klar mitteilt, daß es so etwas nicht gibt und dies durch eine Rückversicherung bei den Schulen absichert. Stattdessen wird gesagt, wir wissen es nicht, es ist aber möglich. Ah ja!
    Das ist ja nicht irgendeine Frage. Hier geht es darum, ob jungen Frauen aus religiösen Gründen Kleider verboten werden bzw. Kleidung verordnet wird. Das hat mit Pädagogik und Freiheit nichts zu tun. Da müßten doch bei denen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, alle Alarmglocken schrillen.

    Daher beende ich dies alles auch mal mit einer Frage:
    Wieso klärt die Verwaltung dies nicht auf?
    Wenn Eltern sagen, es gibt diese Aussagen, warum sollte man denen nicht glauben?

  5. Pingback: Der Zeitgeist stellt die alten Fragen | wupperseiten

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